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Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie

Die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie besteht aus fünf Stationen sowie nach Wolfsburg und Braunschweig ausgelagerten Tageskliniken. Patienten aus Gifhorn werden ebenfalls in Wolfsburg behandelt. Die Stationen sind in verschiedenen Einzelhäusern, inmitten des weitläufigen, parkähnlichen Klinikgeländes untergebracht. Behandelt werden alle Erkrankungen des Kinder- und Jugendpsychiatrischen Fachgebietes. Dies sind beispielsweise hyperkinetische Störungen (ADHS) mit einhergehenden Sozialverhaltensstörungen, emotionale Störungen, Ticstörungen, Essstörungen (Anorexie, Bulimie), Angst- und Zwangserkrankungen, Depressionen oder Psychosen. Lediglich die Langzeitbehandlung von Kindern/Jugendlichen mit im Vordergrund stehenden Drogenproblemen darf aus krankenkassentechnischen Gründen nicht durchgeführt werden.

Die Diagnostik und Behandlung der uns anvertrauten Kinder- und Jugendlichen orientiert sich an den Leitlinien der deutschen und der europäischen kinder- und jugendpsychiatrischen Fachgesellschaften. Der Behandlungsschwerpunkt liegt auf verhaltenstherapeutischen Maßnahmen, die ggf. nach Absprache mit den Eltern und den Patienten durch geeignete Medikation ergänzt werden kann. Darüber hinaus werden je nach Indikation u. a. Familientherapie, Gruppentherapie, Ergo-, Beschäftigungs-, Sport- und Reittherapie sowie Musiktherapie eingesetzt.

Stationen 80 unten und 80 oben – Offene Kinderaufnahmestationen
Die Stationen 80 unten und 80 oben sind offen geführte, gemischt-geschlechtliche Kinderaufnahmestationen, in welcher wir unsere kleinen Patienten behandeln. Hier können Jungen und Mädchen aufgenommen werden, in der Regel im Alter zwischen 4–14 Jahren (in Ausnahmefällen bei entsprechender Indikation auch jünger).
Zusätzlich verfügen die Stationen über eine Sauna, einen Werkraum und einen Entspannungsraum. Vor dem Gebäude befindet sich ein großer Spielplatz.
Die Kinder werden wie auch in den anderen Stationen der Klinik nach dem Bezugspflegesystem betreut.
Die Kinder sollen während eines Klinikaufenthaltes üblicherweise den Kontakt zur Familie pflegen können, deshalb sind in der Regel Besuche der Familie erwünscht; die Häufigkeit kann mit den behandelnden Therapeuten abgesprochen werden.

 

Station 81 – Beschützende Krisenaufnahmestation
Die Station 81 ist eine beschützende, gemischt-geschlechtliche Krisenaufnahmestation für Jugendliche im Alter von ca. 12 Jahren bis zum vollendeten 17. Lebensjahr. Sie besteht seit 1998.
Hier können 10 (notfalls auch kurzfristig darüber hinaus) Jugendliche behandelt werden, bei denen eine Krise (wie z. B. akute Eigen- oder Fremdgefährdung) eine rasche Aufnahme erforderlich macht. Es werden Patienten mit allen kinder- und jugendpsychiatrischen Erkrankungen aufgenommen. Die Unterbringung erfolgt in 2- und 3-Bett-Zimmern. Zur Station gehört ein großes Freigelände, das bei geeignetem Wetter z. B. gerne für Ballspiele genutzt wird. Auch auf dieser Station sind Besuche der Angehörigen in der Regel erwünscht, die Häufigkeit kann mit den behandelnden Therapeuten abgesprochen werden.

 

 

Stationen 82 unten und 82 oben – Offene Aufnahmestationen für Jungen und Mädchen im Alter von 13–18 Jahren 
Die Stationen 82 unten und 82 oben sind offen geführte Aufnahmestationen für Jungen und Mädchen im Alter zwischen 13–18 Jahren. Die Jugendlichen sind in Einzel- bis 3-Bett-Zimmern untergebracht.
Die Stationen verfügen über eine eigene Gymnastikhalle, eine Sauna, einen Discoraum sowie einen Werk- und Bastelraum, welcher auch für die Ergotherapie genutzt wird. Außerdem gehören zu den Stationen auch ein großzügig angelegtes Freigelände mit der Möglichkeit zu Ballspielen etc.

Im Anschluss an eine eingehende, individuelle Diagnostik und Therapie finden Kinder und Jugendliche im AWO Psychiatriezentrum ein ganzheitliches Therapieangebot im Bereich der altersgerechten Psychiatrie und Psychotherapie vor – umfassend ergänzt durch physiotherapeutische Behandlung und freizeitpädagogische Angebote. Diese werden von den verschiedenen Berufsgruppen in einem multiprofessionellen Team durchgeführt. Es setzt sich aus Ärzten, Psychologen, Krankenschwestern und -pflegern, Erzieherinnen, Sozialarbeitern, Ergotherapeuten, Musiktherapeuten, Logopäden, Sport- und Reittherapeuten zusammen.

 

Die Tageskliniken Wolfsburg und Braunschweig
Zur Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie gehören zwei Tageskliniken. Die kinder- und jugendpsychiatrischen Tageskliniken in Wolfsburg und Braunschweig haben ein spezifisch ausgerichtes Behandlungsspektum kinder- und jugendpsychiatrischer Erkrankungen.

Weitere Informationen zu unseren Tageskliniken erhalten sie hier. 

 

Die Schule – Unterricht im Krankenhaus
Längerfristig kranke Kinder und Jugendliche erhalten nach den niedersächsischen Schulgesetzen Unterricht im Krankenhaus. Hierfür stellt die Klinik ein eigenes Schulgebäude zur Verfügung, die Lehrerinnen und Lehrer werden von umliegenden öffentlichen Schulen gestellt. Je nach vorliegender Erkrankung der hier behandelten Patienten werden durch die Gelegenheit zur Unterrichtsteilnahme u. a. folgende Gesichtspunkte ermöglicht:

  • Die Gewährleistung von schulischer Kontinuität und möglichst weitgehender Normalität in einer durch Krankheit und stationäre Therapie belasteten Lebenssituation
  • Möglichst weitgehende Aufrechterhaltung bzw. Aufarbeitung des Leistungsstandes nach Vorgaben der Heimatschule
  • Einleitung und Begleitung der Wiedereingliederung in das normale Schulleben (z. B. bei entsprechender Indikation auch durch vorübergehenden Schulbesuch an öffentlichen Schulen in Königslutter oder, falls mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, auch an der Heimatschule)
  • Vorbereitung und Durchführung von Schulabschlüssen bei Patienten mit längerem Klinikaufenthalt bzw. Klinikbehandlung, die in einen schulischen Prüfungszeitraum fällt
  • Pädagogische und psychologische Diagnostik zur Schullaufbahnberatung
  • Gegebenenfalls auf Antrag der Erziehungsberechtigten und dann im Auftrag der Schulbehörde auch Erstellung der erforderlichen Gutachten zur Feststellung eines sonderpädagogischen Förderbedarfs

 

Kinderspielplatz
Das AWO Psychiatriezentrum gestaltet den Spielplatz für Kinder der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie um. 

Für immer mehr Kinder ist Bewegung keine Selbstverständlichkeit mehr. Kindliche Bewegungsarmut hemmt die Entwicklung der körperlichen und psychisch-emotionalen Fähigkeiten. Spielplätze sind ein guter Trainingsraum für elementare motorische, kognitive und soziale Fähigkeiten. Die Kinder können hier an unterschiedlichen Kletter-, Schaukel-, Dreh-, Sprung-  und Schwunggeräten ihre körperlichen Grenzen erfahren und durch Ausprobieren ihre Bewegungsfertigkeiten schulen.  

Im Spiel üben Kinder sich aber auch in sozialer Interaktion und Konfliktlösungsstrategien. Sie müssen sich einigen, abwechseln, aufeinander Rücksichtnehmen und lernen so Verantwortung für ihr eigenes Handeln zu übernehmen und sich hilfsbereit zu anderen zu verhalten. Spielgeräte geben die nötige Struktur und übernehmen die Aufgabe, Grenzen und Regeln zu setzen. Kinder müssen sich anpassen, was unseren Patienten oft schwer fällt. Sie tun das aber gerne, wenn Spielgeräte einen hohen Aufforderungscharakter haben und beim Spiel mit dem Gleichgewicht Glücksgefühle freigesetzt werden – das bekannte Kribbeln im Bauch.

Der Spielplatz wird gefördert durch die Kroschke Kinderstiftung. http://www.kinderstiftung.de/

Kontakt

Chefärztin
Frau Dr. Gabriele Grabowski 

Sekretariat
Frau Cornelia Mosler
Tel.: 05353 90-1116

Tageskliniken für Kinder

Tagesklinik Wolfsburg
Laagbergstraße 24
38440 Wolfsburg
Telefon: 05361 2982-0
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Tagesklinik Braunschweig
Wilhelmitorwall 8
38118 Braunschweig
Telefon: 0531 123 393-0
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