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Der Niedersächsische Kultusminister Grant Hendrik Tonne besucht die Krankenpflegeschule des AWO Psychiatriezentrum

Im Rahmen der Woche der beruflichen Bildung stellte sich das AWO Psychiatriezentrum Königslutter (APZ) mit seinem Ausbildungsangebot dem Kultusminister Grant Hendrik Tonne vor.

Thomas Zauritz, Geschäftsführer des AWO Psychiatriezentrum, stellte die Situation der Ausbildung im Gesundheitswesen und den stetigen Rückgang von Bewerbern zur Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege, auch im APZ, in den Vordergrund.

Selbst die Qualität der Bewerber hält nicht mehr den gleichen Stand, wie vor 10 Jahren. Das führt dann möglicherweise zu vorzeitigen Abbrüchen bei der Ausbildung. Um dem entgegenzuwirken und einen guten Ausbildungstand zu wahren, hat das APZ für die Ausbildungsberufe Mindeststandards an die Bewerberqualität festgelegt.

Jedoch können teilweise bereitgestellte Ausbildungsplätze nicht mehr besetzt werden, obwohl das APZ viel für ein Ausbildungsmarketing aufwendet. In allen berufsorientierten sozialen Netzwerken und auf Bildungsmessen ist das APZ vertreten, mit Kampagnen und Flyern wird geworben und Stipendien unterstützen Studienanfänger, die im APZ eine Pflegeausbildung absolviert haben. Praxisanleiter stehen den neuen Auszubildenden zur Seite und vermitteln praktische Kenntnisse während der Ausbildungszeit.

Während der Ausbildung werden etliche Aktivitäten angeboten, so stärken die Kennenlernfahrt neuer Azubis und Teamevents die Zugehörigkeit zum APZ und zum Team. Digital wird dies demnächst auch durch eine Onboarding APP mit vielen hilfreichen Informationen rund um die Ausbildung unterstützt.

Minister Tonne hat mit großem Interesse zur Kenntnis genommen, dass im AWO Psychiatriezentrum die Bemühungen um die Gewinnung neuer Auszubildenden genau dem entspricht, wofür die Landesregierung stark wirbt. Ziel der Landesregierung ist es, dass vom neuen Digitalpakt nicht ausschließlich Schulen der Allgemeinbildung, sondern auch berufsbildende Schulen profitieren. Mit den Mitteln des Digitalpaktes sollen Strukturen geschaffen werden. Dafür wird von den Schulen ein Medienbildungskonzept erwartet.

Während der Diskussion in der Gesundheits- und Krankenpflegeschule des APZ wurden Wünsche der Schülerinnen und Schüler benannt. So stellen sich die Schüler vor, dass es eine standardisierte App gibt, in der Lehrmaterialien zum Lernen in eigenem Tempo zur Verfügung stehen sollten, nicht viele verschiedene Apps mit unterschiedlichen Lehrinhalten. „Ob es die eine App geben wird, ist unsicher, aber der Weg geht in diese Richtung. Es soll digitale Möglichkeiten geben, nicht nur zum Durchlesen, sondern zum interaktiven Arbeiten“, sagte Minister Tonne. Dazu ist ein Modellprojekt initiiert, in der mehr als 40 Schulen eine durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte und durch das Hasso-Plattner-Institut (HPI) entwickelte Niedersächsische Bildungscloud testen. „Leider werden erst die Jahrgänge nach Ihnen davon profitieren können“, so Minister Tonne. In seiner eigenen Ausbildung sei es ein großer Bestandteil gewesen, dass Lehrkräfte das Wissen vermitteln, das wertvoll ist. Lehrkräfte müssen heute die wichtige Kompetenz vermitteln, bei den vielen digitalen Angeboten zu erkennen, „was Märchen sind und was sinnvoll ist“.

Kontakt

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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Tel.: 05353 90-1114
E-Mail: Doerte.Herfarth(at)awo-apz.de